Outdoormesser im Test: Test Victorinox Hunter Pro 2. Serie

Nach längerer Zeit kein Review sondern mal wieder ein kleiner Messertest. Da das Pro Hunter von Victorinox nun ganz frisch in der verbesserten 2. Serie erhältlich ist (Klinge nun absolut spielfrei), habe ich einmal so einige und gängige Arbeiten damit verrichtet. Ich persönlich verstehe das Messer als vielseitiges Allroundmesser und weniger als reines Jagdmesser. Da es im Verhältnis zur Größe relativ leicht ist, bietet es sich also auch sehr gut für Wanderer und Camper an.

Die Vorteile eins Folders liegen auf der Hand: auch größere Modelle sind eingeklappt einfach wesentlich unauffälliger und vor allem praktischer zu verstauen. Dass man mit einem Folder keine Bäume fällen kann versteht sich von selbst, aber für die Outdoorküche und alle übrigen Arbeiten die sonst so unterwegs anfallen, ist ein gutes, vielseitiges und großes Klappmesser zumeist angenehmer als ein Fixed.

Fange ich mal mit einfachen „Küchenschneidarbeiten“ an…. bei Tomaten trennt sich die Spreu vom Weizen – feine Scheiben kann man nur mit einer wirklich scharfen und nicht zu dicken Klinge abtrennen. Vor allem dann, wenn die kleinen Burschen schon alt sind und eine widerspenstige Schale besitzen.
Das Victorinox macht das klasse. Der Flachschliff ist 9 mm hochgezogen, bevor dann die volle Klingenstärke von ganz knapp unter 3mm erreicht wird.

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Auch unterwegs „futtert“ man gern mal einen Apfel. Wer die Schale nicht mag muss den Apfel schälen, und weil unsere Hunde Äpfel ebenfalls lieben auch in kleine Stücke portionieren. Auch hier empfiehlt sich das Hunter Pro, denn es liegt im Schälgriff super in der Hand. Dazu das relativ geringe Gewicht – besser geht das kaum:

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glatter Durchschnitt:

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Wer unterwegs über offenem Feuer grillt, der hat vielleicht GrandPa´s FireFork™ oder den FireGrill™ von Light My Fire dabei. Um diese nutzen können, muss man sich einen Stock anspitzen. Also her mit dem Hunter Pro.
Schnitzen liebt das Messer. Die Klinge gleitet hervorragend in das Holz – gefühlvoll und kräftig…. der lange und ergonomisch gut geformte Griff bietet guten Grip. Daneben kann man viel Kraft beim Schnitzen übertragen, da der Beginn der Schneidfase sehr dicht am Griff liegt, und man insgesamt ein ordentliche Schneidlänge zur Verfügung hat. Der hier gezeigte Ast eines Apfelbaumes ist schon einige Zeit abgelagert – also durchaus eine Portion härter als Frischholz.

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Nun noch ein wenig kleines Holz spalten, um z.B. einen Solo Stove in Gang bringen zu können. Da man zum Betrieb wirklich nur sehr kleine Stücke benötigt, schafft das auch der Victorinox Folder. Gespalten habe ich hier ein sehr lange abgelagertes Stück Brennholz, dazu noch mit einem Ast im Weg – das Messer hat das mit Bravur geschafft, und das war schon eine echte Zumutung für das Messer. Zum brachialen Batoning darf man das Hunter Pro natürlich nicht einsetzen. Dafür ist das Messer schlichtweg nicht geeignet – wie eigentlich kein Folder.

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Fazit:

Das Victorinox Hunter Pro ist ein sehr gutes und gefälliges Gebrauchsmesser. Optisch schlicht gehalten, ist es nicht gerade ein Augenschmeichler, weist aber eben den für Victorinox typischen hohen Gebrauchswert auf und ist damit für Nutzer eine echte Kaufempfehlung.
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