Outdoormesser im Test: Schrade Extreme Survival SCHF2 – Part 2

Als Ergänzung zu dem ersten Bericht folgt nun der praktische Messer Test vom Schrade Extreme Survival SCHF2. In diesem Test erledige ich normale Outdoor-Aufgaben und werde keine Autotüren durchstoßen oder Backsteine mit dem Messer zertrümmern. Also insgesamt solche Arbeiten, die ein großes Outdoormesser in jedem Fall leisten und ordentlich abliefern muss.
Beginnen wir mit dem Schnitzen bzw. Anspitzen eines Stück Holzes. Durch den Sägeschliff am Klingenansatz lässt sich natürlich nicht sonderlich gut schnitzen, es funktioniert aber dennoch ganz ordentlich. Der Schnitt ist natürlich sehr grob und noch etwas schlechter als mit einem Wellenschliff, kann aber mit der normalen Klinge sauber nachgearbeitet werden. Auch beim Schnitzen liegt das Messer sicher in der Hand und der Griff samt Handschutz drückt an keiner Stelle unangenehm. Auch feinere Arbeiten mit dem normal geschliffenen Klingenabschnitt bzw. mit dem vorderen Klingenbereich sind durchaus noch möglich. Das Schrade Extreme Survival ist kein Schnitzmesser – das was es hier gezeigt hat geht dementsprechend voll in Ordnung.
Hacken ist für ein solch großes und schweres Messer natürlich Pflichtprogramm und Paradedisziplin. Das Ergebnis ist sehr gut. Durch das hohe Eigengewicht und die Klingenlänge lassen sich recht tiefe Einschnitte erzielen. Auch beim Hacken gibt es keine Probleme mit dem Griff – er liegt sicher in der Hand und die Klinge lässt sich gut führen. Den Bithalter habe ich hierbei im Griff belassen. Durch die Erschütterungen sind dann allerdings einige Bits aus der Gummihalterung gefallen und klapperten im Griff herum. Ein Drama ist das natürlich nicht……..
Beim Batoning – Holz spalten erweist sich das Messer ebenfalls als sehr zuverlässig. Dank der sehr langen Klinge sind auch stärkere Hölzer kein Problem. Allerdings ist die Klinge eben nicht sehr breit, so dass man relativ wenig Keilwirkung hat, und das Messer sehr schnell vorn über die Spitze weiter eintreiben muss. Nach mehreren Spaltvorgängen habe ich dann noch einmal den Papiertest gemacht. Die Klinge hat nur unwesentlich an Schärfe verloren und schneidet das Papier noch ganz gut. Auffächern von Holz ist auch nach dem Spalten noch präzise möglich. Auch die Beschichtung hat erstaunlich gut gehalten.
Fazit:
Das Schrade Extreme Survival SCHF2 ist ein wirklich gutes Outdoormesser und mit ca. 100 Euro eine interessante Alternative zu herkömmlichen Messern. Die Scheide ist nur als uninteressante Zugabe zu betrachten und eine echte Notlösung. Das Messer allein ist aber sein Geld auf jeden Fall wert. Bedenkt man, dass auch eine serienmäßig produzierte gute Scheide schon mit ca. 30 Euro zu Buche schlägt, kann man bei diesem Gesamtpreis sicher auch nicht viel erwarten.
Beim Hacken hat das Messer voll überzeugt, für das Batoning fehlt es etwas an Klingenbreite. Aufgrund der Klingenlänge geht aber auch diese Arbeit recht gut von der Hand.
Wer mit einem Outdoormesser mit Hohlgriff liebäugelt, bekommt sicher nichts Besseres für diesen Preis. Bekannter weise sind ja praktisch alle anderen Überlebensmesser dieser Art ( Hohlgriffmesser) konstruktionsbedingt entweder nur teure Dekostücke oder einfach absolut unbrauchbare Billigprodukte.
Das Schrade Extreme Survival SCHF2 hat uns so gut gefallen, dass wir es nun auch mit in unser Sortiment aufgenommen haben: PUHALA