Outdoormesser im Test: Review Cold Steel Mackinac Hunter und Lone Star Hunter

Cold Steel ist bekannt für seine überwiegend taktischen und zum Teil schon etwas martialischen Folder. Aber man kann und will dort offensichtlich auch einmal ganz anders. Mit dem Lone Star Hunter und dem Mackinac Hunter hat man zwei ganz klassische Jagdtaschenmesser auf den Markt gebracht. Das freut natürlich gerade viele Nutzer in Deutschland, denn die beiden Taschenmesser sind neben einer Einhandausführung mit Daumenstift auch in einer Version mit Nagelhau erhältlich.

Beide Messer im direkten Größenvergleich:

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Das Mackinac Hunter ( im Bild oben) ist ausgeklappt 21,4 cm lang. Das Lone Star Hunter bringt es auf 23,7 cm.

Nein, das ist kein echtes Hirschhorn. Das Imitat nennt sich Delrin®, und dieser Kunststoff sieht in der Tat schon etwas künstlich aus.
Grifflänge Mackinac Hunter 12,2 cm und Lone Star Hunter 13,3 cm.

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Mich stört das allerdings nicht weiter, denn die Folder haben sonst nur mächtig Positives zu vermelden.
Daneben kann man sich natürlich auch sehr schön einmal selbst im Griffschalenbau versuchen. Die Schalenschrauben einfach lösen, und schon kann man die „Plasteteile“ als Vorlage nehmen. Daneben kann man so einem eigenen Griff auch zu etwas mehr Volumen verhelfen – wenn man es denn möchte, und diesen sogar noch weiter nach hinten führen, sofern man auf den Tip Down Gürtelclip verzichtet. Beiden Messern liegt übrigens ein zweiter Clip für die linke Griffseite bei.

Die rechte Seite mit Gürtelclip:

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Beide Folder verfügen über die Tri-Ad® Lock Klingenverriegelung. Diese ist bekannter weise ganz besonders robust und stabil.
Im Übrigen arretieren die Klingen absolut spielfrei – das ist man auch von allen anderen Cold Steel Foldern so gewohnt und zeigt die doch außerordentlich gute Verarbeitungsqualität trotz Masse.

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Perfekt verarbeitet – ganz exakte und gleichmäßige Spaltmaße:

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Gelöst wird die Klinge wie bei einem normalen Backlock Folder auf dem Heftrücken.

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Noch einmal etwas größer – hier gibt es keine scharfen Kanten. Alle Bauteile sind ganz sauber angefast.

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Schlank sind alle Beide: nur 1,4 cm beträgt die Korpusstärke.

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Die massive Bauweise beider Folder treibt natürlich das Gewicht nach oben. Obwohl das Lone Star Hunter deutlich länger ist, bringt das Mackinac Hunter sogar noch etwas mehr Gewicht auf die Waage. Das liegt insbesondere an dem deutlich breiteren Griff mit entsprechend mehr Material.
Gewicht Mackinac Hunter: 181 gramm / Gewicht Lone Star Hunter: 173 gramm.

Das Mackinac Hunter verfügt über eine klassische Hechtklinge mit Hohlschliff. Daneben befindet sich bei diesem Modell noch eine Öse für ein Lanyard am Griffende.

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Das Lonestar Hunter besitzt eine Flachschliffklinge. Da der Griff hinten sehr schmal ausläuft, findet sich hier kein Platz mehr für eine Öse.

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Beide Klingen sind aus japanischem AUS-8 Stahl gefertigt und out oft he box präzise und extrem scharf angeschliffen.

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Fazit:

Mit dem Mackinac und Lone Star Hunter hat Cold Steel zwei wunderschöne Folder in erstklassiger Verarbeitung realisiert.
Die robusten und schneidfreudigen Messer begeistern einfach. Wer es also praxistauglich und klassisch mag, der liegt hier absolut richtig.
Bleibt eben nur die Frage: welches von beiden….
Das Mackinac Hunter und das Lone Star Hunter sind bei uns im shop erhältlich: PUHALA