Outdoormesser im Test: Kershaw Wildcat Ridge Wood und Black Horse II Taschenmesser/ Folder

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Zwei weitere große Zweihandfolder stelle ich im heutigen Review vor. Das Kershaw Wildcat Ridge in der Version Wood mit Holzschalen und im „Classic Look“, sowie das Kershaw Black Horse II mit Elastomergriff. Die beiden Messer spielen in der Liga des Buck 110, sind allerdings deutlich preisgünstiger und bieten sich als solide Gebrauchsfolder beim Wandern und Camping an.

Hier die beiden Modelle im Überblick:

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Das „Schwarze Pferd“ bringt es auf 22,1 cm, die „Wildkatze“ ist 21,5 cm lang. Die Grifflänge beträgt jeweils 12,3 cm.

Die Ausführung Kershaw Wildcat Ridge Wood mit dunkelbraunen – fast schwarzen Hartholzschalen hat ein recht ansprechendes – bordeauxfarbenes Lederholster mit dabei.
Das Kershaw Black Horse II kommt mit einem Nylonholster und einem satten Griff aus Elastomer mit ausgeprägten Fingermulden.

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Nur bei direktem und starken Sonnenlicht erkennt man, dass die Griffschalen braun sind. Man erkennt allerdings auch, dass die Anpassung der einen Griffschale nicht ganz exakt ist. Auffallen tut so etwas natürlich nur bei Makroaufnahmen mit entsprechendem Lichteinfall.

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Hier der deutlich kräftigere Griff vom Black Horse II:

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und im direkten Vergleich:

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Die Klingenform und Klingenlänge beider Messer sind nahezu identisch, allerdings besitzt das Black Horse II keine Daumenrampe auf dem Klingenrücken. Diese ist beim Wildcat sehr präzise ausgeführt und bietet bei feinen Arbeiten ein optimales Feeling für die Klinge.

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Beim Gewicht unterscheiden sich die beiden Messer deutlich:

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In geöffnetem Zustand haben die Klingen kein spürbares Spiel – weder horizontal noch vertikal. Daneben stehen sie „kerzengerade“ in der Flucht zum Griff.
Als Klingenstahl kommt jeweils ein 8CR13MOV zum Einsatz. Ein ordentlicher Stahl mit guter Schnitthaltigkeit, der m. M. nach auch völlig ausreichend für diesen Typ Messer ist.

Beide Messer besitzen am Griffende ein Loch für ein Lanyard:

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Out of the box waren beide Hohlschliffklingen sauber und exakt angeschliffen und ordentlich scharf. Man kann diesem Stahl aber durchaus und sehr schnell noch zu einer echten Rasiermesserschärfe verhelfen.
Wie immer ein guter Schärfetest: Druckschnitte in Papier. Dabei wir das Papier lediglich an einer Stelle gegen die Klinge gezogen. Das Ergebnis kann sich bei beiden Messern sehen lassen.

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Auch das klappt bestens – Schnitzen und Auffächern….

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Fazit:

In der Praxis nehmen sich die beiden Messer eigentlich nichts und durch die reine Zweihandbedienung gibt es keine Probleme bzgl. des Führens.

Das Wildcat Ridge kostet mit Hartholzbeschalung nur knapp 30 Euro. Dafür erhält man einen großen, wirklich guten, robusten Folder und insgesamt sehr viel Messer für´s Geld. Es empfiehlt sich vor allem vom Preis her, aber es wirkt auch rein optisch deutlich wertiger als das Black Horse II.
Daneben erhält man ein für ein Messer in diesem Preissegment wirklich gutes Lederholster.

Das Black Horse II schlägt mit etwa 45 Euro zu Buche und liegt etwas satter in der Hand. Daneben ist das Messer erheblich leichter.

Bleibt also wie immer die Qual der Wahl, bzw. wird am Ende der eigene Geschmack entscheiden. Gut sind sie für den Preis alle beide….
Die beiden Modelle sind bei uns im shop erhältlich: PUHALA