Outdoormesser im Test: Batoning mit dem Extrema Ratio Selvans

Es wurde einmal wieder Zeit für Anmachholz, und so habe ich heute das Extrema Ratio Selvans zum Batoning herangezogen. Gleich vorweg: das Messer spielt hier ganz weit vorne mit, wenn nicht sogar auf Platz 1. Eines der besten Messer, welches ich jemals in den Händen hatte.

Das Extrema Ratio Selvans ist vor allem auf harte Arbeiten ausgelegt. Die breite und sehr starke Klinge ist natürlich auch für das Spalten von Holz prädestiniert. Etwa 150 Mal habe ich das Messer mit einem Schlagholz auf den Klingenrücken in knochentrockenes Buchenholz getrieben. Besonders die ersten Schläge in die noch starken und sehr großen Buchenholzscheite waren sicher keine einfache Aufgabe. Ein Buchenstück war zudem noch sehr astig.
So sah das Messer nach verrichteter Arbeit aus ( Scheide ohne Vortasche und Beingurt) :

Die Beschichtung hat natürlich etwas gelitten – alles andere wäre auch absolut unmöglich. Nach dem Reinigen sieht das Ganze aber noch besser aus. Die Beschichtung ist außerordentlich stark, abriebfest und noch immer vorhanden. Die Klinge aus Böhler N690 Stahl selbst zeigt keinen noch so kleinsten Ausbruch und bietet sogar noch einen feinen Papierschnitt.

Ein wenig Unwohl ist einem schon, wenn man auf den Klingenrücken des Selvans schlägt, denn der stark verjüngte Bereich für einen Feuerstahl ist wirklich nicht sehr kräftig. Der erste Eindruck: da sind Macken – aber weit gefehlt, die hellen Stellen sind lediglich Rückstände vom Schlagholz. Nicht einmal die Beschichtung hat gelitten.


Das Extrema Ratio Selvans ist sicher kein Schnäppchenangebot, aber das Messer ist sein Geld auf jeden Fall wert. Wer einen vielseitigen und „harten Burschen“ sucht, der wird hier fündig und sicher niemals enttäuscht. Daneben lassen sich mit dem Messer natürlich auch feinere Aufgaben erledigen. Der erstklassige Klingenstahl und die fantastische Schnitthaltigkeit machen es möglich.