Outdoormesser: die richtige Handhabung des Fangriemens am Messergriff

Messer sowie Macheten die man zum Hacken und Entasten einsetzt, sollte man während der Arbeit in jedem Fall mit einem Fangriemen in der Hand sichern. Praktisch alle Großkaliber aber auch kleinere Messer besitzen hierzu am Griffende eine eingelassene Befestigungsöse. Immer wieder sieht man in Videos oder auf Bildern allerdings eine völlig falsche und sinnlose, gar gefährliche Handhabung.

Zunächst einmal eine Darstellung wie es völlig falsch ist: eine zumeist viel zu lange Schlaufe wird einfach über das Handgelenk gelegt. Was soll das bewirken, wenn einem das Messer tatsächlich einmal aus der Hand rutscht? Diese Art der „Befestigung“ ist nicht nur sinnlos, sondern auch noch gefährlich. Rutscht das Messer aus der Hand, fliegt es zunächst nach vorn heraus, um dann unkontrolliert zurückzuschnellen, was gerade bei großen Messern und Macheten ganz üble Folgen nach sich ziehen kann.

So ist es also falsch:

SONY DSC

und das Messer kann aus der Faust rutschen – hier einmal übertrieben dargestellt:

SONY DSC

Einen Fangriemen legt man also nicht einfach locker über das Handgelenk, sondern so wie auf den nachfolgenden Fotos:

SONY DSC

SONY DSC

Der Daumen greift in die Schlaufe, der Riemen wird dann über den Handrücken geführt und erst dann wird der Griff umfasst.
Der Knoten sollte recht großzügig entfernt gemacht werden, denn so funktioniert es auch mit Handschuhen.
Man kann die Schnur auch noch weiter eindrehen, um den Riemen strammer bzw. etwas kürzer zu bekommen. Den Knoten vorab auf jeden Fall erst einmal locker ansetzen und dann genau anpassen/ zuziehen.
Hand und Messer bilden so eine nahezu unverrückbare Einheit, und das Messer kann auf keinen Fall aus der Hand rutschen.
Bei einem Paracordfangriemen kann man den Riemen auch mit einem Kordelstopper anpassen. Der hier gezeigte Lederriemen ist aber zu glatt, so dass sich der Stopper verschieben würde.