Lederholster für einen Zoraki R1 2.5 Revolver selbst gemacht

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Ein feststehendes Messer benötigt eine Scheide – eine Pistole oder ein Revolver ein entsprechendes Holster. Da ich mir kürzlich einen Zoraki R1 Schreckschussrevolver zugelegt habe, und es auf dem Markt in Hinblick „Behältnis“ aktuell nichts Passendes bzw. Gutes gibt, habe ich selber Hand angelegt. Heute sozusagen einmal ein Abstecher in einen anderen Bereich.

Auf den Revolver an sich gehe ich nur kurz ein, denn zu dieser Thematik bzw. diesem Modell gibt es ausreichend andere Informationsquellen im Netz. Fakt ist auf jeden Fall, dass der Zoraki R1 ein hervorragendes Preis-/ Leistungsverhältnis bietet und in einer sehr guten Qualität daherkommt. Erwähnenswert sind hier vor allem die stattliche Anzahl an verbauten Stahlteilen (auch die Trommel), der nur minimale Spalt zwischen Trommel und Lauf, sowie eine insgesamt äußerst ansprechende und präzise Verarbeitung samt ordentlicher Brünierung. Der Revolver sieht einfach wertig aus:

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Nun aber zum Holsterbau:

Nachdem ich mich grob informiert hatte, was es so alles gibt, viel meine Entscheidung auf ein Pancakeholster, da man die Waffe so sehr dicht am Körper und dementsprechend auch recht gut verdeckt führen kann.

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Die Pancakeform – die es im Übrigen auch für Messer gibt – verfügt nicht über eine Gürtelschlaufe, sondern der Gürtel wird sozusagen in dem Holster in zwei Langlöcher eingefädelt bzw. rückseitig hindurchgeführt. Die Bauform ist dadurch recht breit, was es wiederum erforderlich macht, die gesamte Form leicht abgerundet auszuführen, damit das Holster dem Körper folgt, nicht drückt und auch nicht sperrig absteht.

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Dazu muss man die am Körper liegende Innenseite relativ flach halten, und die stärkere Anformung an das Leder bzw. größere Hauptabformung der Waffe auf die Außenseite des Holsters legen. Damit man dies erreichen kann, muss die Außenseite beim Zuschnitt des Leders etwas größer sein.

Auch die Pancakeform bei meinem Holster verfügt über einen Druckverschlussriemen, der sich über den Hammer legt. Durch seitlichen Druck mit dem Daumen gegen die Lasche öffnet sich der Druckknopf bzw. Riemen, und der Revolver kann gezogen werden. Damit diese Lederlasche nicht ausleiert bzw. dauerhaft ausreichend Widerstand bietet, muss man sie doppeln oder verstärken – Letzteres habe ich mit einer 0,8 mm starken Neusilberplatte gemacht.

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Die Fertigung des Lederholsters hat sich insgesamt als recht schwierig erwiesen. Obwohl ich schon so einige Lederscheiden selber gefertigt habe, war die Herstellung eines Schusswaffenholsters absolutes Neuland und noch einmal eine andere Hausnummer…. trotzdem bin ich mit meinem Ergebnis aus diesem Bereich mehr als zufrieden und das Wichtigste: das Teil funktioniert wie es soll….