Batoning – Holz spalten mit einem Outdoormesser

Das sog. Batoning wird oft auch als Kraftprobe für ein Outdoormesser angewendet. Ein gutes Allround-Outdoormesser sollte hierbei kein Problem haben, wobei man aber trotzdem nie vergessen sollte, dass ein Messer kein Beil und erst recht keine Spaltaxt ist.
Das Messer fungiert beim Batoning letztendlich als Keil, der durch Aufschlagen auf den Messerrücken in das Holz getrieben wird und es dann zum Spalten bringt.
Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass man natürlich nur bestimmte Messertypen hierfür überhaupt verwenden kann und selbstverständlich nur mit einem Schlagholz und nicht etwa mit einem Hammer gearbeitet wird.
Ein Klappmesser scheidet von vornherein aus. Bei einem feststehenden Messer bieten solche Exemplare die besten Voraussetzungen, welche über einen durchgehend starken Erl verfügen, der in einem Stück durch den gesamten Griff verläuft. Messer mit einem am Ende verschraubten Hohlgriff und dünnem Erl, wie etwa Bowiemesser mit Hirschhorn- oder Ledergriff sind zum Holzspalten ungeeignet.
Klingenlänge, Stärke und Breite sind ebenfalls wichtig. Die Klingenlänge sollte mind. 12 cm betragen. Nach oben hin sind eigentlich keine Grenzen gesetzt, wobei aber kaum jemand einen Stamm mit 30 cm Durchmesser mit einem Messer spalten wird. Die Klingenbreite sollte ebenfalls nicht zu gering sein, damit man das Messer möglichst weit von oben in das Holz eintreiben kann.
Je stärker der Klingenrücken, desto besser und größer ist der Keileffekt.
Beim Spalten selbst ist es wichtig, mittig auf die Klinge zu schlagen. Hat sich das Messer verklemmt und ist die Klinge zu kurz, sollte man nicht auf den Griff schlagen und auch nicht auf die ggf. noch leicht vorstehende Klingenspitze. Am besten treibt man einen Holzkeil ein und löst so das Messer aus dem Stamm.
Stärkere Stämme bearbeitet man am besten von außen nach innen und verringert so Stück für Stück die Stärke bzw. den Durchmesser.
Bild unten: das Gerber LMF II beim Holzspalten – die Klinge steht bei diesem Winkelstück Buchenholz rechts noch weit genug heraus, so dass man das Messer durch Aufschlagen auf die Klinge durchaus noch weiter eintreiben kann. Das LMF II hat eine relativ kurze Klinge von knapp unter 13 cm – das beschränkt den Holzdurchmesser. Da die kräftige Klinge aber relativ breit ( ca. 3,4 cm) und recht stark ( 4,7 mm) ist, kann das Messer sehr gut für Spaltarbeiten genutzt werden. Die Klinge beim LMF II ist zudem sehr schnitthaltig – auch nach mehrmaligem Durchtrennen von getrocknetem Hartholz ist die Klinge noch sehr scharf. Auch der ca. 4,7 cm lange Wellenschliff am Klingenansatz zeigt kaum Verschleiß.

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