Mops Welpe Bella Part V: die Leinenführigkeit

Ein zerrender und stets nach vorn preschender Hund an der Leine ist mehr als nervig, und je größer der Hund, desto unangenehmer wird es für den Besitzer. Der Grundstein für ein vernünftiges Gehen an der Leine wird natürlich ebenfalls im Welpen- bzw. Junghundealter gelegt, und damit ist nicht das Kommando Fuß gemeint.

Besonders problematisch gestaltet sich die Leinenführigkeit zumeist für Hundebesitzer draußen auf dem Land. Oft genießen hier die Hunde wesentlich mehr Freiheiten als in der Stadt. Im Klartext: sie lernen es eigentlich gar nicht richtig an der Leine zu gehen. Erst wenn der Hund dann größer ist und man auch mal in die Stadt will, wird es problematisch. Bei Bella haben wir also auch von Anfang an ganz konsequent die Leine in´s Spiel gebracht.
Im Welpenalter habe ich für Bella ein Halsband genutzt, ihr aber natürlich auch die Möglichkeit des Freilaufens und Tobens gegeben. Mittlerweile nutze ich ein Geschirr. Von sogenannten Schleppleinen halte ich persönlich nicht viel, da sie sich ständig verwickeln und ziemlich lästig sein können.

Wie aber funktioniert es nun ? Das locker an der Leine laufen ?

Sobald ein Welpe an die Leine kommt, wird er es natürlich nicht sonderlich mögen und nach vorne preschen, immer wieder ausbrechen und wahrscheinlich auch in die Leine beißen. Das Kommando NEIN bedeutet dann, dass der Hund natürlich nicht in die Leine beißen oder rumzerren darf. Davon weiß der Hund aber noch immer nicht, was man denn nun von ihm eigentlich will. Also muss der Hund ein Kommando erhalten, mit welchem wir ihm zu verstehen geben, dass wir es wünschen, dass er eben einfach nur locker an der Leine läuft. Wichtig ist, dass man dem Hund noch ausreichend Bewegungsfreiheit an der Leine lässt, denn er soll ja nicht bei Fuß gehen.

Bella hat nach einigen Versuchen sehr gut auf das Kommando HIER gehört. Bei starkem Ziehen bleibt man einfach stehen und gibt dieses Kommando. Kommt der Hund dann zu einem, geht man weiter und es gibt kein Leckerli, sondern nur eine verbale Belohnung. Das normale und lockere Gehen an der Leine kann nämlich nicht ständig mit Leckerlis belohnt werden. Alternativ und bei besonders bockigen Exemplaren kann man auch durch Stehenbleiben und abruptem Richtungswechsel dem Hund zu verstehen geben, dass er mit uns zu gehen hat, und wir außerdem Tempo und Richtung bestimmen.

Wichtig ist es auch hier immer wieder mit dem Hund in einfacher Form zu kommunizieren, eben seine Sprache zu sprechen. „Komm her und geh nun endlich vernünftig“ oder „reiß nicht so“ sind für den Hund eben absolut unverständlich. Ebenso erlernt er es nicht, wenn man nur wortlos mit ihm durch die Gegend läuft. Geht der Hund locker an der Leine wird verbal mit FEIN oder o.ä. gelobt. Jeder Hund merkt zudem bald, dass es gesittet viel schneller vorangeht, als durch Zerrerei. Das normale an der Leine gehen muss zur Normalität werden. Verbale Belohnungen sind dann später praktisch nicht mehr notwendig.

Sobald der Hund in die Pubertät kommt, wird er u.U. immer wieder „Ausfälle“ haben und versuchen seinen eigenen Kopf durchzusetzen. Auch andere Hunde lenken natürlich ab, wobei aber Möpse relativ wenig Interesse an anderen Vierbeinern zeigen. Bei Bella ist es zumeist mit einer kurzen Begrüßung getan. Es kann aber durchaus auch vorkommen, dass der Hund den Eindruck erweckt, als habe er alles wieder verlernt – dem ist definitiv aber nicht so, so dass man einfach nur weiterhin bei allen Übungen konsequent am Ball bleiben muss.