Mops Welpe Bella Part III: Erziehung des Welpen auf dem Weg zum Junghund

Mops Welpe Bella ist nun 20 Wochen bzw. 5 Monate alt, und so langsam bemerkt man nun doch den Weg vom Welpen zum Junghund. Nun rechnet man nicht mehr in Wochen, jetzt nennt man das Alter nur noch in Monaten. Die Pubertät naht….

Ganz gut zu erkennen: Bella ist nun recht hochbeinig, und der Hauptkörper „hängt“ vom Volumen noch etwas nach.

Hier mit Border Collie Mix Lenny – ein dickköpfiger aber herzensguter Ersatzpappa:

Zwischenzeitlich haben wir natürlich sehr viel mit ihr geübt, und sie hält auch schon einen ordentlichen Spaziergang spielend durch. Erstaunlicherweise beherrscht Bella das Kommando Fuß ( also bei Fuß gehen) bereits perfekt, wobei es hierfür eigentlich noch viel zu früh war. Eine durch Zufall eingetretene Situation im Alter von nur 15 Wochen bot sich aber für dieses Kommando an.

Allgemeines zur Erziehung:

Einige Mops Besitzer sind der Ansicht, dass ein so kleiner Hund und insbesondere eben ein Mops keine großartige oder überhaupt keine Erziehung benötigt. Das sehe ich völlig anders, denn schließlich nimmt man einen Hund auch mal mit in eine Gaststätte und wünscht dann keinen Bettler, und ein 8 kg Mops als Leinenzerrer oder jaulender Hund im Auto ist nun auch kein Vergnügen. Also muss man hier Einiges tun. Viel Arbeit wartet, aber es zahlt sich eben aus.

Eigentlich alle Welpen machen bestimmte Dinge automatisch. Sei es, dass sie sich vor einem hinsetzen oder vielleicht auch einmal kurzzeitig sehr interessiert exakt neben einem laufen. Genau das sind die Momente wo Kommandos bzw. Worte die aktuelle Handlung betiteln und zwar jeweils nur mit einem einzigen Wort. Ganze Sätze sind für einen Hund wie bla bla bla…..
Bestimmte Situationen muss man also immer beim Schopfe packen. Es ist schon erstaunlich, wie schnell ein Welpe es lernt. Wichtig ist es, ständig zu üben und zu wiederholen und ausgiebig zu loben. Beim Kommando selbst ist die Stimme eben bestimmend, beim Lob muss der Tonfall völlig anders und lieblich übertrieben klingen. Bei gleichem Tonfall kann der Hund kaum einen Unterschied erkennen. Wichtig ist auch immer eine konsequente Handhabung. Mal so und mal so funktionieren bei einem Hund natürlich nicht – er benötigt stets klare und gleichbleibende Ansagen bzw. Verhaltensweisen und natürlich Leckerli !!! Hier nun erst einmal drei wichtige Dinge:

Der Schlafplatz und das Mops Schnarchen:

Ein Mops ist für mich kein Schoßhund, trotzdem hat diese Rasse eine sehr starke Bindung an den Menschen. Dieses äußert sich insbesondere darin, dass man von einem Mops auf Schritt und Tritt im Haus verfolgt, begleitet oder eben auch kontrolliert wird. Auch das gilt es weitestgehend abzustellen, damit der Hund einfach auch mal seine Ruhe findet, wenn man denn eben nicht selber stundelang in einem Raum verweilt. Immer wieder hin und herlaufen, wieder rasch zurückkommen usw. helfen hier ganz prima, denn der Hund merkt schnell, dass Herrchen oder Frauchen eben wiederkommen. Mittlerweile läuft Bella nun nicht jedes Mal hinter mir her, wenn ich einen Raum verlasse.
Daneben sucht ein Mops auch die Körpernähe des Menschen. Möpse gehören für mich deshalb Abends einfach auf´s Sofa. Dieses stärkt zudem die Bindung enorm. Für tagsüber hat Bella im Büro zusätzlich ein Hundebett. In das Schlafzimmer darf sie nicht. Das ein Mops allerdings ständig lautstark am Schnarchen ist, kann ich nicht bestätigen – es ist nur absolut selten der Fall und durchaus erträglich. Aber vielleicht kommt es ja noch. Bella ist allerdings kein „Flachnase“ und hat dadurch bedingt eine völlig normale Atmung. Das Obergeschoss samt Schlafzimmer im Haus war übrigens von Anfang an tabu und die Treppe schon allein aus Sicherheitsgründen abgesperrt.

Die Bettelei:

natürlich interessieren sich alle Welpen dafür, was denn Frauchen und Herrchen so Leckeres am Tisch zu sich nehmen. Hier heißt es absolut konsequent zu sein, und nicht ein einziges Mal etwas vom Tisch zu geben. Der Hund wird am Tisch komplett ignoriert, und so hat Bella schon nach kurzer Zeit verstanden, dass eben zappeliges Hochgehüpfe und Gejammere bei Tisch zu keinem Erfolg führen. Mittlerweile hat sie das Interesse komplett verloren und steht nicht einmal mehr von ihrem Platz auf. Ein erster Besuch in einem Cafe und just in einer Gaststätte bestätigte bereits den Erfolg von einfacher Konsequenz. Hier fehlt nur noch ein wenig Geduld.

Verbote:

gerade Welpen nehmen oft alles was sie finden in das Maul und knabbern darauf herum. Das ist natürlich nicht ganz ungefährlich. In der Wohnung müssen daher unbedingt alle Stromkabel verdeckt bzw. unzugänglich sein. Bella hatte vor allem aber die unangenehme Angewohnheit, draußen jeden Stein aufzupicken und darauf herum zu kauen. In der Wohnung interessierte sie sich allerdings nicht für irgendwelche Möbel etc..
Dazu kam noch die oftmals vorhandene Unsicherheit und damit verbundene Angriffslust gegenüber dem Staubsauger, den sie noch nicht kannte. So wurde es dann auch von Anfang natürlich Zeit für Verbote. NEIN und AUS sind hier die Worte. Zunächst mit Belohnung versucht, hatte Bella natürlich schnell heraus, dass man für einen Stein auch ein Leckerli bekommt. Also sammelte sie fleißig weiter und noch mehr Steinchen ein. Also mussten wir hier umdisponieren, und setzten uns nach einiger Zeit mit dem reinen Wort AUS durch und lobten nur noch verbal. Die Angriffe auf den Staubsauger wurden so ebenfalls mit dem Wort NEIN nach einiger Zeit und gesprochenem Lob beseitigt. Bis auf einen Stein hin und wieder klappt es nun ganz prima. Der Staubsauger ist uninteressant geworden und gehört zum normalen Tagesritual.
Wichtig: Möpse bitte nie anschreien – sie sind sehr sensibel und erkennen auch ein sanftes Nein.