Der Mops und die Nase

Ein Mops als Haustier wird immer beliebter. Ein ganz wichtiges Kriterium bei Kauf eines Welpen ist die Nase. Während diese in den vergangen Jahrzehnten „plattgezüchtet“ wurde, gibt es glücklicherweise nun auch wieder den sog. Retro bzw. Altdeutschen Mops mit einer ausgeprägten Nase – die sogenannten frei atmenden Möpse.

Die Nase – so finde ich – macht den kleinen Mann oder die Dame nicht nur optisch schöner. Sie kann nun auch wieder ihren eigentlichen Zweck erfüllen: eine vernünftige Atmung.
Für mich persönlich ist die flachgezüchtete Nase eine ganz klare Qualzucht und gehört verboten. Der an sich agile Mops hat auf Grund seiner kurzen Schnauze insbesondere in der warmen Jahreszeit schon genug Probleme sich Kühlung und Sauerstoff zu verschaffen. Kommt dann im Allgemeinen noch eine flache Nase hinzu, hat der stämmige Mops ganz besonders große Probleme, seinen Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Die Folgen sind Trägheit und Verfettung mangels Bewegung. Man stelle sich vor, man müsse als Mensch ständig mit einer starken Holzwäscheklammer auf der Nase herumlaufen….

Und so sieht für mich eine vernünftige Mopsnase aus – hier Bella mit 9 Monaten:

Wie ich zudem festgestellt habe, hat sich bei ihr auch kaum Mopsschnarchen eingestellt. Nachdem sie nun ausgewachsen und die Nase voll ausgebildet ist, schnarcht sie überhaupt nicht mehr. Daneben sind auch längere Wanderungen bei normaler Witterung absolut kein Problem für sie, und auch Toben mit Ziehvater Lenny ist nicht nach 15 Sekunden vorbei.

Bei Betrachtung ausgewachsener Möpse fällt einem zudem auch fast immer ein gravierender Unterschied beim Körperbau auf: Flachnasen wirken und sind zumeist fett und träge. Retromöpse hingegen sind massig-muskulös und schlanker.
Beim Kauf eines Welpen immer die Eltern ansehen. Gerade bei den ganz kleinen Welpen kann man die endgültige Nasenform noch nicht genau erkennen. Daneben sollte man ohne vorhandene Eltern ohnehin nie einen Welpen kaufen, da sie oftmals als reine Ware aus allen Winkeln der Erde herangekarrt und viele Muttertiere als Gebärmaschinen missbraucht werden. Gerade bei Modehunden ein beliebtes Geschäft.

Tipps zum allgemeinen Welpenkauf gibt es zuhauf im Netz. Bitte bedenken, dass Profizüchter sich nicht immer neutral äußern, denn sie wollen schließlich Geld verdienen. Privatzüchter werden hier oftmals regelrecht „verteufelt“. Auch Bella stammt aus einer Privatzucht und zeigt ganz klar, dass man auch aus einer vernünftig geführten Hobbyzucht einen erstklassigen Mopswelpen bekommen kann.